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Pergola oder Markise: Was passt zu Ihrer Terrasse?

Beide spenden Schatten - doch Pergola und Markise unterscheiden sich bei Wetterschutz, Montage und Nutzung deutlich. Was passt nun?

Aktualisiert am 6 Min. Lesezeit Geschrieben von Noah Edelsbrunner

Pergola-Markise mit Senkrechtbehang an einem Haus mit Holzfassade
Inhalt
  1. Pergola und Markise im Vergleich
  2. Wann eine Pergola die richtige Wahl ist
  3. Wann eine Markise besser passt
  4. Mischform: Pergola mit Markise
  5. Worauf Sie bei der Planung achten sollten
  6. Fazit
  7. Häufig gestellte Fragen

Wer seine Terrasse beschatten möchte, steht früher oder später vor der Frage: Pergola oder Markise? Beide Lösungen spenden Schatten, unterscheiden sich aber bei Regenschutz, Montage und Nutzung.

Dieser Ratgeber zeigt die wichtigsten Unterschiede und hilft Ihnen einzuschätzen, welche Lösung zu Ihrer Terrasse passt. Eine verbindliche Empfehlung ist ohne Blick auf die Gegebenheiten vor Ort nicht möglich – sie gehört in die Beratung.

Kurz gesagt: Eine Markise eignet sich, wenn Sie vor allem an sonnigen Tagen Schatten brauchen und eine tragfähige Wand oder Decke zur Befestigung haben. Eine Pergola ist die richtige Wahl, wenn die Terrasse zusätzlich vor Regen geschützt sein soll oder sich keine geeignete Befestigung am Haus findet. Dafür ist der Aufwand meist größer.

Pergola und Markise im Vergleich

Pergola

Pergola mit Lamellendach auf einer Terrasse
  • Eigene Tragkonstruktion mit Dach, meist aus Aluminium
  • Dach je nach Ausführung als Lamellendach, Glasdach oder mit Tuch
  • Freistehend oder an der Hauswand befestigt

Markise

Ausgefahrene Markise über einer Terrasse
  • Tuch, das bei Bedarf aus- und wieder eingefahren wird
  • Befestigung an Wand, Decke oder Dachsparren
  • Tuchfarbe und Muster frei wählbar

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

MerkmalPergolaMarkise
SonnenschutzJa. Beim Lamellendach lässt sich der Lichteinfall über die Lamellen steuern.Ja. Das Tuch wird nur bei Bedarf ausgefahren.
RegenschutzLamellen- und Glasdächer schützen vor Regen. Bei Tuchdächern hängt es vom Modell ab.Klassische Markisen sind ein reiner Sonnenschutz und werden bei Regen eingefahren. Die regenfeste Markise ist für Regen ausgelegt.
BefestigungFreistehend mit Fundament oder an der HauswandAn Wand, Decke oder Dachsparren
Aufwand bei der MontageGrößer, je nach Ausführung mit Fundament und ElektroinstallationMeist geringer
KostenMeist höherMeist niedriger
Wenn kein Schatten nötig istDas Dach bleibt als feste Konstruktion stehenEingefahren ist das Tuch kaum sichtbar
ErweiterungenZum Beispiel Beleuchtung, Heizstrahler oder seitliche ScreensZum Beispiel Volant oder Windsensor

Der konkrete Preis hängt bei beiden Lösungen von Größe, Ausstattung und Montage ab. Ein verbindliches Angebot gibt es erst nach der Beratung.

Wann eine Pergola die richtige Wahl ist

Eine Pergola ist mehr als ein Sonnenschutz: Sie überdacht einen Bereich, den Sie wie einen zusätzlichen Raum im Freien nutzen können. Beim Alu-Lamellendach lassen sich die Lamellen drehen, um Licht und Luft zu regeln. Bei geschlossenen Lamellen ist die Terrasse vor Regen geschützt.

Eine Pergola passt besonders, wenn …

  • die Terrasse auch bei Regen genutzt werden soll,
  • sich an der Fassade keine tragfähige Befestigung für eine Markise findet und ein Fundament möglich ist,
  • Beleuchtung, Heizstrahler oder seitliche Screens ergänzt werden sollen,
  • Sie eine feste Überdachung statt eines ein- und ausfahrbaren Tuchs wünschen.

Mehr zu den Ausführungen finden Sie bei den Pergola-Systemen und bei den Glasdach-Systemen.

Wann eine Markise besser passt

Eine Markise ist die schlankere Lösung für Terrassen und Balkone, die vor allem an sonnigen Tagen Schatten brauchen. Sie wird nur bei Bedarf ausgefahren, eingefahren bleibt die Terrasse offen.

Eine Markise passt besonders, wenn …

  • Sie vor allem Schutz vor Sonne und Hitze suchen,
  • Wand, Decke oder Dachsparren die Befestigung sicher tragen können,
  • die Terrasse offen bleiben soll, wenn keine Sonne scheint,
  • der bauliche Aufwand und die Kosten möglichst gering bleiben sollen.

Welche Bauformen es gibt, zeigt die Übersicht der Markisen. Wer auch bei Regen darunter sitzen möchte, findet die regenfeste Markise mit PVC-Tuch und integrierter Regenrinne.

Mischform: Pergola mit Markise

Wer eine freistehende Konstruktion möchte, aber kein festes Dach, kann sich die Pergola-Markisen ansehen. Hier übernimmt ein Tuch die Beschattung, getragen von einem eigenen Gestell aus Aluminium. Ob diese Variante zu Ihrer Terrasse passt, klären wir in der Beratung.

Pergola mit Lamellendach im Garten
Pergola mit Lamellendach: Die Lamellen lassen sich je nach Wetter öffnen oder schließen.

Worauf Sie bei der Planung achten sollten

Ausrichtung und Sonnenstand

Eine Terrasse nach Süden oder Westen bekommt am Nachmittag die meiste Sonne. Die tief stehende Abendsonne erreicht ein waagrechtes Dach oder Tuch oft nicht ausreichend. Seitliche Screens oder bei der Markise ein Volant können hier helfen.

Wind und Schnee

Markisen sollten bei starkem Wind eingefahren werden. Ein Windsensor kann das automatisch übernehmen. Auch Pergolen haben Grenzen bei Wind und Schnee: Wie viel Last eine Konstruktion aufnehmen muss, hängt von Standort und Höhenlage ab und wird bei der Planung berücksichtigt.

Befestigung und Untergrund

Für eine Markise muss die Wand die auftretenden Kräfte sicher aufnehmen können. Ziegel, Beton und gedämmte Fassaden erfordern unterschiedliche Befestigungen. Eine freistehende Pergola braucht ein passendes Fundament.

Genehmigung

Ob eine Pergola genehmigungs- oder anzeigepflichtig ist, hängt von Größe, Standort und den Bauvorschriften Ihres Bundeslandes und Ihrer Gemeinde ab. Fragen Sie am besten vor der Bestellung bei der zuständigen Baubehörde nach.

Bedienung

Beide Lösungen sind mit Motor und Fernbedienung erhältlich. Mit Sonnen- und Windsensoren kann der Sonnenschutz automatisch auf das Wetter reagieren.

Unser Tipp

Machen Sie vor dem Beratungsgespräch ein paar Fotos von Terrasse und Fassade und notieren Sie die ungefähren Maße und die Himmelsrichtung. So lässt sich schon beim ersten Termin besser einschätzen, was bei Ihnen infrage kommt.

Fazit

Brauchen Sie vor allem Schatten an sonnigen Tagen und eignet sich Ihre Fassade zur Befestigung, ist eine Markise meist die einfachere und günstigere Lösung. Soll die Terrasse auch bei Regen nutzbar sein, spricht mehr für eine Pergola mit Lamellen- oder Glasdach. Welche Variante bei Ihnen sinnvoll ist, hängt von Ausrichtung, Untergrund und Nutzung ab.

Häufig gestellte Fragen

Was ist günstiger – Pergola oder Markise?

In der Regel ist eine Markise die günstigere Lösung, weil Konstruktion und Montage weniger aufwendig sind. Der Preis hängt bei beiden aber stark von Größe, Ausstattung und Montage ab. Ein konkretes Angebot gibt es nach der Beratung.

Kann eine Markise bei Regen ausgefahren bleiben?

Bei klassischen Markisen nicht: Sie sind als Sonnenschutz gedacht und sollten bei Regen eingefahren werden, damit sich kein Wasser im Tuch sammelt. Die regenfeste Markise ist dagegen mit einem Regentuch und einer integrierten Regenrinne ausgestattet und für den Einsatz bei Regen ausgelegt.

Brauche ich für eine Pergola eine Genehmigung?

Das hängt von Größe, Standort und den Bauvorschriften Ihres Bundeslandes und Ihrer Gemeinde ab. Klären Sie das am besten vor der Bestellung mit der zuständigen Baubehörde.

Wie aufwendig ist die Montage?

Eine Markise ist in der Regel schneller montiert als eine Pergola. Bei einer Pergola kommen je nach Ausführung Fundament und Elektroinstallation hinzu. Den genauen Ablauf klären wir bei der Planung.

Was ist der Unterschied zwischen Pergola und Lamellendach?

Pergola ist der Oberbegriff für eine eigenständige Überdachung. Ein Lamellendach ist eine Pergola-Ausführung mit drehbaren Lamellen, mit denen sich Licht und Luft regeln und das Dach bei Regen schließen lässt. Andere Ausführungen haben zum Beispiel ein Glasdach oder ein Tuch.

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